Essgewohnheiten
Essen und Trinken beherrschen unser Leben und Denken. Während auf der einen Seite die Kochsendungen an Häufigkeit zunehmen und im Fernsehen die Promis in Arenen und Duellen um die Wette kochen, kämpfen wir auf der anderen Seite, animiert durch Gesundheitssendungen, Modezeitschriften und Warnungen von unseren Ärzten, um jedes Pfund. Obwohl die Ernährungsaufklärung in allen TV-Sendern und Zeitschriften präsent ist, nehmen wir Deutschen im Durchschnitt immer mehr zu.
Was können wir tun? Warum ist es so schwer gute Vorsätze in die Tat umzusetzen?
Die seriöse Ernährungswissenschaft weiß inzwischen sehr genau, welche Lebensmittel in welcher Zusammensetzung ideal sind, um Vitalität, Gesundheit und ein optimales Körpergewicht zu gewährleisten. Doch der Mensch isst anders, als er weiß und sich ernähren sollte. Wir suchen nicht nur das Essen, sondern auch die Erfüllung von seelischen Bedürfnissen beim Essen. Damit ist eigentlich schon das spannende Gebiet der Ernährungsumstellung umrissen.
Bei einer Ernährungsumstellung geht es um das Erwerben von Ernährungswissen und um die Gefühle, die mit der Nahrungsaufnahme verbunden sind. Dabei spielen die Familie, Freunde und Arbeitskollegen, sowie Stress, Rituale und Traditionen eine große Rolle. Wenn wir die tieferliegenden Gründe für unser Essverhalten kennen, haben wir den verloren gegangenen Schlüssel in der Hand, mit dem wir einfach und mit gewohnter Lebensqualität unsere Ernährung verändern können. Das Wissen über unsere emotionalen Bedürfnisse gleicht einem Kompass, der hilft die Orientierung zu behalten, wenn wir uns verirrt haben.
Wir alle kennen Situationen, in denen wir Essen, obwohl wir das eigentlich nicht wollen.
So fressen viele Frust und Wut im wahrsten Sinne des Wortes in sich hinein und nehmen deshalb unnötig kräftig zu. Die Worte Kummerspeck und Stressesser sprechen für sich. Ebenso verführen die Familien, Gesellig- und Gemütlichkeit aus Gewohnheit zum falschen Essen, denn schließlich halten ja Essen und Trinken Leib und Seele zusammen. Wir essen aus Neugier, weil wir wissen möchten, wie etwas schmeckt, wenn es lecker aussieht und gut riecht. Und natürlich wollen wir uns auch noch nach einem arbeitsreichen Tag mit einem guten Essen belohnen, wenn man sich sonst schon Nichts gönnt. All diese Essmuster kommen uns sicher sehr bekannt vor, denn wer seelisch hungrig ist, hat in der Regel auch immer gute Gründe dafür.
Deshalb ist es vitalKompass nicht nur wichtig, was Sie wissen, sondern auch, was Sie fühlen.

